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Hannes_Bombe

Warum dieses Buch?

1. Reine Neugierde. Ich wollte wissen, wie Atomwaffen entworfen, gebaut, gelagert, gewartet, gezündet und entsorgt werden. Wie schwer sie sind, wie warm oder kalt. Wie sie riechen. Wie sie schmecken. Wie sie klingen. Die Antworten musste ich aus ein paarhundert Quellen und einen Riesenstapel Literatur herausfiltern, wie man ein paar Gramm Uran-235 aus mehreren Güterwagonladungen Erz herausfiltert. Dieses Buch ist so radioaktiv, dass es eigentlich einen Umschlag aus Blei verdient hätte.

2. Lücken schliessen. Es gibt viele plastisch erzählte Darstellungen der Atomwaffenforschung, wenn es um die Pionierphase dieser Forschung von 1943 bis 1952 geht. Und es gibt epochenübergreifende wissenschaftliche Darstellungen, die aber nur den diplomatiegeschichtlichen Aspekt behandeln, die jahrzehntelangen Verhandlungen über einen Teststopp. Es gibt keine plastische Darstellung dieser Experimente von den Anfängen bis zur Gegenwart.

3. Antworten finden. Historiker, die das Thema vom Konferenztisch her aufrollten, interessierten sich kaum dafür, was auf den nuklearen Testgeländen tatsächlich geschah. Sie entwickelten deshalb auch nur in Ausnahmefällen ein Gespür für die interne Dynamik der Kernwaffenforschung und ihre Rolle als eigentlicher Motor des Wettrüstens: Die Wissenschaft trieb die Politik auf diesem gefährlichen Weg häufiger vor sich her als umgekehrt.

4. Warnen. Der Kalte Krieg der Supermächte war nur die Rechtfertigung für den nuklearen Rüstungswettlauf. Die Voraussetzung war jedoch das Vorhandensein einer überambitionierten Nuklearwaffenforschung. Sie ist unverändert vorhanden. Aus diesem Grund kann sich die Welt bei einer Verschlechterung des internationalen politischen Klimas immer wieder in ein atomares Pulverfass verwandeln. Genau das passiert jetzt gerade.

Es ist 2017, viele Menschen reden wieder über Atomwaffen. Höchste Zeit, sie daran zu erinnern, worüber sie eigentlich reden.

Infos zu Lesungen während der Buchmesse hier.

 

 

 

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